Barfuß: Bewertungsgruppe B
Herstellerangabe nach EN 16165 Anhang A, früher DIN 51097. Die DGUV-Information 207-006 ordnet Duschräume und nasse Saunabereiche der Gruppe B zu.
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Aquarius ist ein rutschfester Bodenbelag für Barfußbereiche aus homogenem PVC, gemacht für nasse Flächen, die auch mit Schuhen begangen werden: Duschen, Umkleiden sowie Sauna- und Wellnessbereiche. Barfuß erreicht er die Bewertungsgruppe B, mit Schuhen R11. Die 2 m breiten Bahnen werden bei der Verlegung heiß verschweißt, am Bodenablauf mit Klemmring entfällt die Wartungsfuge.
Herstellerangabe nach EN 16165 Anhang A, früher DIN 51097. Die DGUV-Information 207-006 ordnet Duschräume und nasse Saunabereiche der Gruppe B zu.
Badegäste gehen barfuß, Personal und Haustechnik in Arbeitsschuhen über dieselbe Fläche. Herstellerangabe nach EN 16165 Anhang B, dem früheren Rampenverfahren der DIN 51130.
Gesamtstärke und Nutzschicht je 2,0 mm laut Datenblatt. Nutzungsklasse 34 steht für sehr starke Nutzung in gewerblichen und öffentlichen Bereichen, 43 für starke Nutzung in leicht-industriellen Bereichen.
Rutschhemmung durch eingestreute Partikel
Für die Rutschhemmung sind Partikel in den Bodenbelag eingestreut. Die Oberfläche ist fein strukturiert und PUR-vergütet, eine Ersteinpflege ist nicht nötig.
Eine metallisierte Polieremulsion ist laut Hersteller nur dort vorgesehen, wo keine maximale Rutschhemmung gebraucht wird, weil sie die Rutschhemmung verringert.
Anschluss an Wand und Bodenablauf im Nassraum
An der Wand wird der Boden als Hohlkehle hochgezogen, laut Hersteller in der Regel 10 bis 15 cm. Bodenabläufe mit Klemmring fassen den Bodenbelag direkt ein, eine Wartungsfuge entfällt. Innen- und Außenecken werden laut Verlegeanleitung wie die Nähte thermisch verschweißt. Dauerelastische Fugenmassen wie Silikon empfiehlt der Hersteller in Nassbereichen nicht.
Wie die meisten Vinyl-Bahnenbeläge wird auch dieser Bodenbelag für Barfußbereiche vollflächig verklebt und an den Nähten thermisch verschweißt. Für Nassbereiche schreibt der Hersteller Reaktionsharzklebstoff zwingend vor.
Vorreinigung, Abkühlduschen, Wege und Ruhebereiche. Für den Boden in der heißen Kabine nennt der Hersteller keine Temperaturgrenze, dort die Eignung vorab klären.
Sammelduschen in Bädern, Hotels, Sportstätten und Betrieben.
Einzel- und Sammelumkleiden, in denen barfuß und mit Straßenschuhen gegangen wird.
Nassbereiche in Hotel-Spas und Wellnessanlagen.
Bodengleiche Duschen, Pflegebäder und barrierefreie Sanitärbereiche.
Die DGUV-Information 207-006 ordnet Bereiche wie ins Wasser führende Treppen und Leitern, Durchschreite- und Kneippbecken oder geneigte Beckenränder der Gruppe C zu. Aquarius ist ein Bodenbelag für Barfußbereiche der Gruppe B.
Wo mit Stollen oder Spikes gegangen wird, empfiehlt der Hersteller mindestens 2,5 mm Stärke. Aquarius hat 2 mm.
Laut Verlegeempfehlung des Herstellers ersetzt der Bodenbelag keine Bauwerksabdichtung. Sie wird gesondert geplant und ausgeführt.
Werte laut Unterlagen des Herstellers: Datenblatt, Leistungserklärung, Ausschreibungstext, Musterkarte und Nachhaltigkeitsblatt.
Andreas Reschitzegger betreut Aquarius bei Reschfloor und beantwortet Ihre Fragen zu Einsatz und Verlegung. Farbmuster fordern Sie direkt über „Muster anfordern“ an.
Ein Bodenbelag für Barfußbereiche muss auch nass und barfuß ausreichend rutschhemmend sein. Geprüft wird das nach EN 16165 Anhang A, das Ergebnis ist eine der Bewertungsgruppen A, B oder C. Welche Gruppe ein Bereich braucht, ordnet die DGUV-Information 207-006 zu: weitgehend trockene Umkleiden und Ruhebereiche A, Duschräume B, ins Wasser führende Treppen C. Wird die Fläche auch mit Schuhen begangen, zählt zusätzlich die R-Klasse. Aquarius erreicht Gruppe B und mit Schuhen R11.
Nasse Flächen rund um die Sauna, also Vorreinigung, Duschen und Wege, ordnet die DGUV-Information 207-006 der Bewertungsgruppe B zu. Für weitgehend trockene Ruhebereiche nennt sie Gruppe A. Aquarius erreicht Gruppe B. Für den Boden in der heißen Saunakabine selbst nennt der Hersteller keine Temperaturgrenze, den Einsatz dort vor der Planung abklären.
Böden für die übrigen Bereiche eines Hotels zeigt die Seite Bodenbeläge für Hotels.
Duschräume und Duschbereiche ordnet die DGUV-Information 207-006 der Bewertungsgruppe B zu. Im Prüfverfahren nach EN 16165 Anhang A gehen zwei Prüfpersonen barfuß über eine schiefe Ebene, die mit Wasser und Netzmittel benetzt ist. Die Neigung wird gesteigert, bis sie ausgleiten. Für Gruppe B muss der ermittelte Winkel über 18 Grad liegen. Für Personal in Schuhen zählt zusätzlich die R-Klasse. Aquarius erreicht Gruppe B und mit Schuhen R11.
Für Studios mit Umkleiden und Duschen zeigt die Seite Bodenbeläge für Fitnessstudios die Böden der übrigen Bereiche.
Die R-Klassen von R9 bis R13 beschreiben die Rutschhemmung mit Schuhen, geprüft auf einer geölten Fläche. Die Bewertungsgruppen A, B und C gelten für Barfußbereiche, geprüft barfuß auf nasser Fläche. Ein Wert ersetzt den anderen nicht. Für Aquarius liegen beide Nachweise vor, R11 und Gruppe B.
Ja. Die DIN 51097 ist als Anhang A in der EN 16165 aufgegangen. Die EN 16165 legt nur die Prüfverfahren fest. Die Einteilung in A, B und C steht in Deutschland im informativen nationalen Anhang der DIN EN 16165, die österreichische ÖNORM EN 16165 enthält sie nicht. Laut DGUV sind Ergebnisse nach alter und neuer Norm gleichwertig. Welche Gruppe ein Bereich braucht, steht weiterhin in der DGUV-Information 207-006.
In Bädern, Saunaanlagen sowie Warmluft- und Dampfbädern verlangt die Bäderhygieneverordnung (§ 89) für begehbare Flächen leicht zu reinigende, desinfizierbare und leicht trocknende Oberflächen. Die OIB-Richtlinie 4 verlangt für Gänge, Treppen und Rampen in allgemein zugänglichen Bereichen eine für den Verwendungszweck ausreichend rutschhemmende Oberfläche, die Arbeitsstättenverordnung rutschhemmende Fußböden in Arbeitsstätten. Eine Einteilung in A, B und C enthält keine dieser Vorschriften, zur Orientierung lässt sich deshalb die DGUV-Information 207-006 heranziehen. Die Prüfnormen zur Rutschhemmung erklärt unser Beitrag Normen für Bodenbeläge in Österreich.
Bodenabläufe mit Klemmring fassen den Bodenbelag direkt ein, der Übergang bleibt ohne Wartungsfuge. An der Wand wird eine Hohlkehle hochgezogen, in der Regel 10 bis 15 cm. Nähte sowie Innen- und Außenecken werden thermisch verschweißt, laut Verlegeempfehlung bei rund 450 bis 500 °C. Geklebt wird vollflächig mit Reaktionsharzklebstoff.
Nein. Laut Verlegeempfehlung des Herstellers dienen elastische Bodenbeläge nicht als Bauwerksabdichtung. Die Abdichtung wird gesondert geplant und ausgeführt.
Laut Hersteller mit alkalischem Reiniger, Mikrofasermopp und zwei Eimern, bei starker Verschmutzung maschinell mit Reinigungspad und anschließendem Nassabsaugen. Eine metallisierte Polieremulsion verringert die Rutschhemmung, der Hersteller sieht sie nur dort vor, wo keine maximale Rutschhemmung gebraucht wird. Die Chemikalienbeständigkeit nach EN ISO 26987 gibt er mit gut an, abhängig von Konzentration und Einwirkzeit.
Nein. Die DGUV-Information 207-006 ordnet Bereiche wie ins Wasser führende Treppen und Leitern, Durchschreite- und Kneippbecken oder geneigte Beckenränder der Gruppe C zu. Aquarius erreicht Gruppe B.